Hujambo...
und Guten Morgen aus Kigoma! Wird ja Zeit, dass ich mich auch mal hier melde.
Puh, die ersten zwei Tage waren schon so ereignisreich, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll. Also gibt’s nur das Wichtigste in Kürze:
Wir (David, Jonathan und ich) flogen Samstag, 15:30 Uhr von Frankfurt nach Kairo. Besonderheiten blieben eigentlich aus. Ausser dass ich bei einem kurzen Nickerchen von einem Becher Sprite geweckt wurde, den David mir über die Hose gekippt hat. Der Anflug auf Kairo bei Nacht (bzw. abends halb 8 bei totaler Finsternis) war ne ziemlich coole Angelegenheit. David hat seinen ersten Flug auf jeden Fall gut hinter sich gebracht.
Anschließend ging es mit 90minütiger Verspätung weiter nach Dar es Salaam. Von dem Flug hab ich nicht viel mitbekommen, da der Flieger halb leer war und so jeder auf drei Sitzen lag und schlief. Erst bei Tanga bin ich wieder aufgewacht und zusammen haben wir einen genialen Sonnenaufgang erlebt. In Dar haben wir uns die ersten Scheinstapel in der Landeswährung TSh und Handykarten geholt, bevor es über Tabora nach Kigoma gehen sollte. Die Zwischenlandung in Tabora gestaltete sich doch etwas länger, mit dem Ergebnis, dass unser gesamtes Gepäck ausgeräumt wurde. Der Pilot erzählte dann, die Temperatur währe draußen überraschend stark gestiegen und wir wären jetzt zu schwer. Klasse! Also kamen wir ohne unsere 6 Koffer in Kigoma an und wurden herzlich begrüßt. Der Tag wurde am Strand verbracht (traumhaft), im Hoteli (Restaurant) und in der Stadt. Die Straßen sind total buckelig aber Andrea hat nen jeepartiges Auto (Toyota Tanzania) und fährt einfach locker drüber. Die Nacht verbrachten wir dann in der Wohnung von Slawa und Willy. Die erste Nacht unter Moskitonetzen war ganz gut! Wenn allerdings um Mitternacht nebenan noch der Hahn kräht (Fenster sind immer alle auf), ist das schon komisch. Die Temperaturen betragen hier so 30 Grad, nachts vielleicht 25 Grad. Heute mittag versuchen wir, unser Gepäck zu bekommen. Bis Mittwoch bleiben wir noch hier in Kigoma, dann geht’s nach Kasulu (unser Einsatzort).
Schöne Grüße, euer Thomasi
Puh, das Leben hier ist schon ein klein wenig anders als man das so kennt. Gestern und heute haben wir in einem „hoteli“ gespeist, so nennt man die Restaurants hier. Man hat hier Reis (wali) und Maisbrei (ugali), dazu Rind (n'gombe), Hühnchen (kuku) und Fisch oder Bohnen zur Auswahl. Die hotelis sind auch eher klein, mit vielleicht so 10 Plätzen. Auch wenn es Besteck gibt, isst man normalerweise hier mit den Händen – was schnell meine ureigensten männlichen Instinkte weckte. Zur Beruhigung unserer weiblichen Leserinnen sei hier gesagt, dass man sich hier sowohl vor als auch nach dem Essen die Hände wäscht. Macht insgesamt ziemlich Spaß, denke so schöne Sachen könnten wir durchaus auch nach Deutschland importieren. Und das lästige Besteckabwaschen kann man sich dann auch sparen. Naja, nachdem wir gestern wirklich excellent gegessen hatten, zahlten wir zusammen mit Nachtisch und zu trinken ungefähr zwei Euro pro Person. Frage mich angesichts solcher Preise, ob ich unter 90 Kilo wieder nach Hause komme. So, wir wollen jetzt aufbrechen, von unserem ersten Marktbesuch und dem Kauf unserer Sandalen und der wunderschönen neuen Secondhandt-shirts berichten wir dann mal später (kann man auch auf einem der Fotos sehen, die Tommy im StudiVZ hochgeladen hat). Unsere Koffer sind übrigens heute auch noch nicht angekommen. Morgen ist eine neue Chance. 
Auf bald, hier ist die Stimmung gut, fahren jetzt zum Internetcafe und dann auf einen anderen Markt.
David